Konzept für Bad Godesberger Stadthalle diskutieren - SPD lehnt Dringlichkeitsentscheidung ab

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn kritisiert das neue Nutzungskonzept für die Bad Godesberger Stadthalle. Die Verwaltung hat dieses jetzt vorgelegt und nach ihrem Willen soll es per Dringlichkeitsentscheidung beschlossen werden.

Dr. Helmut Redeker, planungspolitischer Sprecher der Fraktion und Bad Godesberger Stadtverordneter, sagt dazu: „Seit Jahren schiebt die Stadt die Sanierung der Stadthalle vor sich her. Warum sie jetzt unbedingt per Dringlichkeitsentscheidung beschlossen werden muss, leuchtet nicht ein. Statt eine weitere Verschiebung zu verhindern, muss jetzt wichtig sein, dass das neue Konzept diskutiert und eventuell angepasst wird. Und wenn das erst in zwei oder drei Monaten geschehen kann, dann ist das halt so. Jetzt einen Schnellschuss zu machen mit einem unausgereiften und teilweise unverständlichen Nutzungskonzept, ist jedenfalls Unsinn. Wie es übrigens auch ziemlicher Unsinn ist, ein Konzept für eine einzelne Halle zu erstellen, statt endlich ein umfassendes Hallenkonzept für alle wesentlichen Veranstaltungsorte in Bonn zu entwickeln.“

„Wer immer das Nutzungskonzept erstellt hat, scheint noch nie in der Stadthalle in Bad Godesberg gewesen zu sein“, ergänzt der Bad Godesberger Bezirksfraktionsvorsitzende Lutz Beine. „Die Außengastronomie und der Trinkpavillon werden in ihrer jetzigen Form gut angenommen. Warum davon abweichen und die Fläche in unmittelbarer Nähe zum See, wo jetzt die Außengastronomie stattfindet, ungenutzt lassen? Und ob der Trinkpavillon noch so gut besucht wäre, wenn dort auf dem Weg von der Küche kalt gewordene Speisen serviert würden, bezweifeln wir. Das vorliegende Konzept zerstört mehr Gutes, als dass es sinnvolle Neuerungen vorschlägt. Deshalb muss diskutiert und nicht einfach durchgewunken werden.“